Jedes Jahr zu meinem Geburtstag mache ich etwas besonderes mit meiner Familie. Vor einigen Jahren hatte ich mich für ein Fotoshooting entschieden. Also hieß es schick machen, Sachen packen und los geht´s ins Studio. Ein kleines, aber sehr nettes Studio im Herzen des Ambergaus – meiner Heimat. Die Stimmung war gut, die Location bezaubernd. Überall gab es kleine Ecken mit tollen Requisiten zu entdecken. Die Fotografin wirkte äußerst nett und professionell. 

Zu diesem Zeitpunkt hatte niemand von uns mit dem gerechnet, was am Ende des Tages auf uns zukommen würde…

Trotz der guten Stimmung waren wir schlecht vorbereitet. Wir hatten uns wenig Gedanken gemacht über Outfits und Posen und über die Fotografin vorher nicht genügend recherchiert. Dann hätten wir nämlich gewusst, dass ihr Schwerpunkt Neugeborenen Fotografie war und sie wenig Erfahrung mit Familien hatte.

Das Ergebnis verschlägt mir heute noch den Atem. Ich habe mich selbst nicht erkannt. Ich weiß nicht, ob es der Winkel, der Stil oder meine Modelqualitäten waren, doch das Ergebnis gefiel mir gar nicht.

Kennst du dieses Gefühl, wenn du dich nicht selber auf Bildern erkennst? Um dich davor zu bewahren, habe ich diese Anleitung verfasst.

So setzt du deine Persönlichkeit richtig in Szene

Jeder Unternehmer benötigt, am besten früher als später, professionelle Bilder, die seine Persönlichkeit unterstreichen. Falls du nicht wie ich an meinem Geburtstag negativ überrascht werden möchtest, dann habe ich ein paar Tipps für dich, die leicht umzusetzen sind und dich in ein authentisches Licht für deine Personal Brand rücken.

Denn genau das ist es, was deine Marke braucht, um erfolgreich zu sein. Damit hebst du dich von deinen Mitbewerbern ab. 

Für einen unterscheidbaren visuellen Auftritt benötigst du dein eigenes Logo, ein Farbkonzept, Schriften, sprich: Dein Corporate Design. Das allein reicht aber nicht ganz. Als Personenmarke geht es darum, dich und deine Persönlichkeit zu zeigen und das machst du ebenfalls über eine bestimmte Bildauswahl. Natürlich sollten alle Bilder einem bestimmten Look and Feel entsprechen. Das ist aber vielleicht deinen Konkurrenten zu ähnlich. Du brauchst einzigartige Fotos, die deine Marke widerspiegeln. Wenn es jedoch darum geht, selbst auf den Bildern zu sein, wird die Sache für viele Unternehmer etwas schwieriger. 

Vielleicht fühlst du dich vor der Kamera nicht wirklich wohl oder alles ist dir zu gestellt. Das kann ein guter Ansatz sein, denn das Wichtigste, damit deine Kunden einen emotionalen Zugang zu deiner Marke finden, sind authentische Werte und Botschaften. Das schaffst du nur, indem du du selbst bist. Du musst dich mit allem, was du tust wohlfühlen.

Damit kommen wir zum wichtigsten Punkt für dein persönliches Business Fotoshooting:

Mache authentische Fotos 

Authentisch werden deine Bilder nur, wenn du dich wohlfühlst. Wenn du du selbst bist, trägst, worin du dich wohlfühlst und du auf den Fotos aussiehst, wie du dich selbst auch wahrnimmst.

Dafür brauchst du die richtige Location, das richtige Outfit und den richtigen Fotografen. Klingt nach viel Arbeit? Auf den ersten Blick vielleicht, aber glaub mir, es wird sich lohnen. Und am Ende macht es dir vielleicht sogar Spaß.

Mit diesen Tipps erleichterst du dir den Weg zu deinem perfekten Business Fotoshooting:

1. Inspiration finden 

Du hast keine Idee, wie deine Bilder aussehen sollen? Keine Panik, du musst das Rad nicht neu erfinden. Das Netz ist voll toller Bilder zu jedem Thema. Meine absolute Empfehlung ist Pinterest. Hier hast du auch den Vorteil, direkt ein Board zu erstellen, auf dem du alle Ideen sammeln und deinem Fotografen zur Verfügung stellen kannst. Gib über die Suchleiste Begriffe ein, die zu deinem Shooting passen könnten. Es folgt eine Masse an Bildern, aus denen du wunderbar Inspiration schöpfen kannst.

Stell dir die Frage, was du mit deinen Bildern aussagen möchtest. Wie möchtest du wahrgenommen werden und wofür nutzt du die Bilder am Ende? Finde Fotos, bei denen dir der Look oder die Pose gefällt. Sammle alles und stelle es dann deinem Fotografen zusammen. Farblich solltest du bei der Umsetzung natürlich auch auf dein Corporate Design eingehen.

2. Den richtigen Fotografen finden

Ich gebe zu, den richtigen Fotografen zu finden, kann etwas Zeit kosten. Und auch Geld. Aber beides solltest du für professionelle Bilder investieren. Ein Hobbyfotograf kann mal ein Glücksgriff sein. Ein professioneller Fotograf hat aber mehr Erfahrungswerte, kann deine Ideen und Vorstellungen aufnehmen und im besten Fall auch weiterentwickeln. 

Wichtig ist, dass du jemanden findest, dessen Stil zu dir passt und der dich so einfängt, wie du dich selbst auch wahrnimmst. Lerne ihn vorab kennen und entwickle ein Gespür dafür, ob er dir erleichtern kann vor der Kamera zu stehen. Dabei solltest du als Frau auch darauf achten, ob es einer FotografIN vielleicht leichter fällt auf Dinge zu achten, die insbesondere auch Frauen sehr wichtig sind, die bspw. Makeup oder Haare betreffen.

Schließe einen Vertrag ab, der genau abbildet, welche Leistungen du erhältst. Welche Nutzungsrechte bekommst du und wie nutzt der Fotograf deine Fotos? Wie viele Bilder werden dir nach dem Shooting zur Verfügung gestellt?

Im besten Fall kommt der Fotograf aus deiner Gegend und kennt Locations in der Nähe. Das ist wichtig, damit deine Haare und deine Makeup noch sitzen, bis du dort bist. Eine lange Anreise könnte da, insbesondere im Sommer, schon mal stressen. 

Bereite deinen Fotografen auf das Shooting vor, indem du ihm deine Ideen und Vorstellungen mitteilst, ihm sagst, welche Botschaften du vermitteln und welches Gefühl du erzeugen möchtest. Ich schlage vor, immer Bilder im Hoch- und Querformat zu machen.

3. Die richtige Location finden

Wenn du einen guten Fotografen gefunden hast, wird er dir wahrscheinlich verschiedene Locations vorschlagen, welche zu dem Gefühl, das deine Fotos vermitteln sollen, passen könnten. Sollte da nicht das Richtige dabei sein oder kommt er nicht aus der Gegend, kannst du auch Freunde fragen, ob sie eine coole Location kennen, oder Google nutzen.

Ich empfehle immer mit available light, also Tageslicht, zu arbeiten. Das wirkt deutlich natürlicher. Für den Fall, dass das Wetter mal nicht mitspielt, sollte eine Überdachung bzw. eine Ausweich-Location vorhanden sein.

4. Das richtige Styling für dich

Es geht um authentische Bilder. Du sollst strahlen und feiern, wie du aussiehst. Das klappt nur, wenn du dich wohl fühlst. Zieh also etwas an, das natürlich businesslike ist, in dem du dich aber gut fühlst. Nimm am besten mehrere Outfits mit. Damit kannst du testen, was in der Location besser wirkt, aber auch einfach eine größere Vielfalt an Bildern schaffen. 

Viele Fotografinnen bieten an, Haare und Makeup für das Shooting zu stylen. Du solltest auf jeden Fall ein professionelles Makeup tragen. Das wirkt auf den Fotos besser und hält vor allem länger. Auch bei Douglas gibt es die Möglichkeit, sich von Makeup Artists für kleines Geld professionell schminken zu lassen. Achte auch hierbei wieder darauf, dass du du bleibst und dich mit dem Makeup wohlfühlst.

Setze mit deinem Styling visuelle Ankerpunkte. Was fällt deinen Kunden bei dir direkt auf? Trägst du immer Hüte, sind es ausgefallene Strumpfhosen oder ein knalliger Lippenstift? Was ist dein Markenzeichen, das sich auf allen Bildern wiederfinden lässt? Auch hier solltest du die Farbpalette deines Corporate Designs beachten.

5. Das Shooting

Vielleicht stehst du nicht gerne vor der Kamera und bist angespannt. Um dir etwas Nervosität zu nehmen, kannst du einen Spickzettel mit all deinen Ideen mitnehmen. Das verhindert schon mal, dass du nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll.

Um nicht steif zu wirken, bewege dich langsam. Das sieht auf den Bildern natürlich aus. Gehe, drehe dich langsam, halte dich stets aufrecht und nimm deine Schultern zurück. Damit ist schon so einiges gewonnen. 

Um dem Doppelkinn beim Posing vorzubeugen gibt es einen kleinen Trick: Die Schildkröte. Ziehe dein Kinn gerade nach unten und schiebe es nach vorne. Um etwas schlanker zu wirken empfehle ich, die Kamera von oben auf dich zu richten. 

Lass dir während des Shootings auch immer mal wieder Probeaufnahmen zeigen und kommuniziere klar, was dir gefällt und was nicht. Ein guter Fotograf wird darauf eingehen. Denn am Ende geht es nicht darum, was ihm gefällt, sondern wie du dich sehen möchtest. Natürlich solltest du die Tipps von einem erfahrenen Fotografen auch annehmen.

Dauerhaft Lächeln kann anstrengend werden und wirkt dann nicht mehr natürlich und freundlich. Da empfehle ich dir, die Augen einfach zu schließen, bis 3 zu zählen, erst dann die Augen zu öffnen und das Foto zu schießen. Oder drehe den Kopf zur Seite und schaue erst auf 3 mit einem frischen Lächeln in die Kamera.

Auch bei Spontanaufnahmen können tolle natürliche Fotos entstehen, die deine Bildauswahl auflockern. Bitte deinen Fotografen also darum, auch diese zu machen. Und sollte da nichts für deine professionelle Webpräsenz bei sein, fallen bestimmt ein paar lustige Outtakes raus, die du für deinen Social Media Auftritt nutzen kannst.

Damit die Laune nicht schwindet: Packe dir genügend Snacks und Wasser ein. Das sorgt für neue Energie.

 

6. Requisiten nutzen

Nutze Requisiten bei deinem Personal Brand Fotoshooting

Requisiten sind für mich das A und O für abwechslungsreiche und interessante Bilder. Nimm Dein Macbook, deinen Kalender oder eine Tasche mit. Es kann etwas ganz Banales sein. Oft ist es einfacher etwas in der Hand zu haben um die richtige Pose zu finden. Du kannst natürlich auch Requisiten vor Ort nutzen.  

Accessoires lockern das Bild auf, du kannst mit ihnen interagieren und so mehr Dynamik in das Bild bringen. Auch themenbezogen unterstreichen sie deine Botschaft. Bei deinem Jubiläum kannst du doch Ballons oder Konfetti nutzen. Seifenblasen repräsentieren deine traumhaften Produkte. 

Fazit

Mit diesen Tipps kannst du dich sehr gut auf dein Business Fotoshooting vorbereiten. Das nimmt dir auch schon einiges an Nervosität. Wenn deine Fotos dann fertig sind, solltest du sie freudestrahlend anblicken können und denken: Ja, das bin ich. Denn nur dann wirkst du authentisch auf den Bildern und das merken auch deine Kunden und Follower.

Saisonal kannst du auch super auf Trends aufspringen. Weihnachten bietet sich immer besonders an, emotionale Themen aufzugreifen, und so deine Kunden an dich zu binden.

 

**Blognotes 

Solltest du mal keinen Fotografen zur Hand haben und macht ein Freund oder Kollege die Fotos, teile gerne diesen Blogbeitrag oder lass ihn die Folge “Bitte lächeln” meines Podcasts “Der M-Faktor: So wirst du zur Marke” hören. Dadurch bekommt er schon einige Tipps, worauf er beim Fotografieren achten sollte.